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Stealth - Tarnkappenschiffe Schwedische Korvette der VISBY-Klasse
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Baubericht Visby-Klasse von Matthias Ahrens Fotos: Kokums AG, Ahrens, Rieger
Frei nach dem Motto: "Lieber zu spät als nie...", möchte ich über den Bau der Visby berichten.
Es war bereits im Februar 2007 soweit, dass das erste Modell aus der Kleinserie im Maßstab 1:50 zur Werftprobefahrt antrat und seit März 2007 ist die erste von sechs vorgesehenen "Visby" fertig. Doch wie kam es dazu?
Ein paar Monate später jedoch öffnete sich besagte Schublade wieder. Ich entdeckte beim "großen E" ein Papiermodell im Maßstab 1:200 - mit Unterwasserschiff und das für ganze 8 Euro im Sofort-Kauf. Sofort war kein Ausdruck - der Papiermodellbogen war meiner. Und dieser sollte sich als gute Grundlage für das Modell entpuppen.
Die Präzision, die der Hersteller beim Zeichnen und dem Druck an den Tag legte, ermöglichte ein müheloses Vergrößern der Spanten. Die Ungenauigkeiten in der Spantenbreite lagen nach einer Streckung um 400% bei weniger als einem Millimeter. Dank der Bandsäge dauerte es nicht einmal vier Tage, bis das Spantengerüst komplett gebaut war. Verwendet wurden Sperrholzplatten mit 4mm Stärke (das ergab sich aus der Konstruktion des Papiermodellbogens) und viiiiel Ponal.
Es folgte in Gemeinschaftsarbeit mit meinem Modellbaufreund Axel die Anfertigung der Negativ-Form aus GFK. Dabei stand die Prämisse im Vordergrund, dass der Rumpf geschlossen aus einem Teil bestehen und nur noch das Hubschrauberdeck als Öffnung verbleiben sollte.
Die Folge ist eine mehrteilige Form, die stückweise beim Rumpfbau zusammengefügt wird, damit man auch Stellen laminieren kann, die man sonst bei zweiteiligen Formen niemals erreichen könnte. Die Trennfugen sollten ferner nicht auf sichtbaren Flächen liegen, um nachträgliches Bearbeiten zu vermeiden. Um dies zu erreichen, bestand die Form am Ende aus zehn Einzelteilen.
Die Kehrseite der aufwendigen Form ist jedoch, dass man beim Laminieren eines Rumpfes mindestens zu dritt sein sollte (Verarbeitungszeit von Epoxydharz).
Der erste fertige Rumpf verließ die Negativform dann am 29. 11. 2006. Es folgten noch fünf weitere bis Ende Januar 2007.
Im Februar 2007 hatte Gerhard seine Visby bereits fahrbereit. Die Originale dieser Klasse haben zwei Jet-Antriebe der Firma KaMeWa. Für den Modellbau gibt es leistungsfähige und dem Vorbild sehr nahe kommende Nachbauten der Firma Kehrer.
Das Modell erreicht damit eine beachtliche Geschwindigkeit und ein Fahrbild, welches dem Original alle Ehre macht - zumindest solange man nicht mehr als Halbgas gibt. Alle Sorgen, dass die beiden Antriebe nicht genügend Kraft für das 5,5 kg schwere und 142 cm lange Boot haben könnten waren unberechtigt. Die Fahrzeit beträgt bei Vollgas 15 bis 20 Minuten - wir hatten uns bei den manchmal heißen Diskussionen um das Antriebskonzept also nicht verwählt.
Die Fertigstellung des ersten Modells erfolgte im März 2007, die weiteren fünf werden vermutlich bis zum Frühjahr 2008 ihrem Element übergeben werden.
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( Schiffsmodellbauclub Nürnberg e.V. )
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